Tagesarchiv für den 31. August 2009

Substanzwertorientierte Anlagestrategie

Geschrieben von am 31. August 2009 | Abgelegt unter Glossar

Hier steht nicht die Ertragskraft eines Unternehmens im Vordergrund, sondern der Substanzwert. Daher ist das Kurs- Buchwert-Verhältnis das wichtigste Kriterium, während die für ertragswertorientierte Investoren ungleich wichtigeren Kennzahlen wie Kurs-Gewinn-Verhältnis und Kurs- Cashflow-Verhältnis in den Hintergrund rücken. Substanzwertorientierte Anleger konzentrieren sich vor allem auf solche Aktien, deren Buchwerte in der Vergangenheit konstant gestiegen sind und bei denen eine Fortsetzung dieser Tendenz zu erwarten ist. Fällt der Kurswert der Titel zurück, etwa wegen einer allgemeinen Schwächephase an der Börse, dann ist für solche Anleger, die stets langfristig disponieren, ein attraktiver Einstiegszeitpunkt gekommen.



Quelle: HSBC

Aragon: Brokerpool-Umsatz geht um ein Drittel zurück

Geschrieben von am 31. August 2009 | Abgelegt unter Allgemein

Der Finanzvertriebskonzern Aragon AG meldet für das erste Halbjahr 2009 einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgang. Insbesondere das Maklerpoolgeschäft ist betroffen.

Im Halbjahresvergleich fallen die Umsatzerlöse der Aragon AG mit 28,6 Millionen Euro um rund ein Viertel niedriger aus als in den Monaten Januar bis Juni 2008 (38,6 Millionen Euro). Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) liegt bei -0,44 Millionen Euro (9,49 Millionen Euro).

Der Geschäftsbereich Broker Pools mit der Unternehmenstochter Jung, DMS & Cie. lieferte im ersten Halbjahr 2009 einen Umsatz in Höhe von 23,7 Millionen Euro. Dies ist ein deutlicher Rückgang um 34 Prozent (Vorjahreswert: 35,98 Millionen Euro). Die Gründe für die rückläufige Entwicklung liegen den Angaben nach in erster Linie im “historisch niedrigen Absatz” von geschlossenen Fonds und Investmentfonds sowie der marktpreisbedingt deutlichen Verminderung der Bestandsprovisionen im Investmentgeschäft.

Versicherungsabsatz deutlich besser als im Vorjahr

So fielen die erzielten Abschlusscourtagen im Bereich Investment um 32,6 Prozent auf 9,854 Millionen Euro. Noch stärker gingen sie im Bereich Beteiligungen zurück, um 48,4 Prozent auf 4,616 Millionen Euro. Dies bekam Aragon insbesondere über seine Beteiligung an Bit, einem Spezialvertrieb für geschlossene Fonds zu spüren. Anders bei Versicherungen: Hier war ein im Jahresvergleich stark angestiegener Absatz zu verzeichnen, die Abschlusscourtagen erreichten 8,828 Millionen Euro (plus 41,8 Prozent).

Sebastian Grabmaier, Vorstandsvorsitzender der Aragon AG spricht von der Fortsetzung des Sparkurses. Man habe “trotz eines anhaltend schwierigen Markts den Turnaround und die Rückkehr zur Profitabilität geschafft.” An der Prognose eines positiven Jahresergebnisses hält Grabmaier weiterhin fest, da sich ein im zweiten Halbjahr langsam belebender Markt positiv auswirken sollte.

Buy-and-Build-Strategie wird fortgesetzt

Im ersten Halbjahr 2009 hatte Aragon die Mitbewerber DVV (2.000 Berater) und IMB (200 Berater) übernommen und somit den Bestand um bis heute über 280 Millionen Euro Assets under Administration erweitert. Weitere Aktionen waren ein kürzlich geschlossener Kooperationsvertrag mit dem österreichischen Unternehmen Ertrag & Sicherheit sowie der geplante Erwerb der Vertriebsstruktur von MLP In Österreich.

Aragon betonte, die Akquisitionen im Rahmen der “Buy-and-Build-Strategie” würden sich spätestens zu Beginn 2010 im Unternehmensergebnis widerspiegeln. “Wir sind weiter offen für interessante Ergänzungen zu unserem Geschäftsmodell”, so Wulf U. Schütz, COO der Aragon.

Zum Halbjahresbericht

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Studie: Banken in der Vertrauenkrise

Geschrieben von am 31. August 2009 | Abgelegt unter Allgemein

Mehr als die Hälfte der vermögenden Bundesbürger hat nach der Finanzkrise das Vertrauen in Banken und Finanzinstitute verloren. Im Vergleich zum vergangenen Jahr kehrt die Zuversicht jedoch allmählich zurück. Insbesondere Schweizer Privatbanken wie Pictet und Vontobel haben in der Anlegergunst gewonnen. Kleineren deutschen Banken droht hingegen eine erneute Vertrauenskrise.

Dies geht aus der aktuellen Erhebung zu Reputation und Vertrauen in 39 deutsche und ausländische Banken vom Institut für Markencontrolling Brand Control hervor. Für die halbjährlich erscheinende Studie befragt das Institut 1.000 Personen, die über mindestens 100.000 Euro Jahreseinkommen verfügen und somit zu den obersten 3 Prozent der deutschen Einkommenspyramide zählen.

58 Prozent der gut situierten Deutschen geben an, in der Finanzkrise das Vertrauen in die meisten Banken verloren zu haben. Im Sommer des vergangenen Jahres lag dieser Wert noch bei 70 Prozent, im Winter 2008 immerhin noch bei 60 Prozent.

“Das Vertrauen der gut situierten Anleger in die Banken kehrt langsam zurück”, kommentiert Brand Control die Studienergebnisse. Wichtige Gründe für die Stabilisierung des Anlegervertrauens sind Nachrichten über aktuell erzielte Gewinne bei einer Reihe von Banken und die allgemeine Erholung der Konjunktur. Auch die steigenden Aktivitäten der Anleger an der Börse tragen zur gegenwärtigen Zuversicht gegenüber den Bankhäusern bei.

Noch immer führend in Sachen Anlegervertrauen sind die Sparkassen und die Volks- und Raiffeisenbanken. Jeweils 45 Prozent der Befragten geben an, dass sie diesen Institutionen voll und ganz vertrauen.

Den größten Vertrauensgewinn bei ihrer wichtigsten Kundengruppe konnten die Schweizer Privatbanken verbuchen. So setzen aktuell 29 Prozent der vermögenden Anleger volles Vertrauen in die Bank Pictet, 20 Prozent von ihnen vertrauen voll der Vontobel-Gruppe. Das läge an den erfolgreichen Bemühungen der Schweizer, das Bankgeheimnis so weit wie möglich zu wahren, kommentieren die Forscher. Warum die Schweizer Privatbank Sarasin hingegen in der Anlegergunst relativ weit hinten liegt (s. Grafik), konnten die Forscher jedoch nicht erklären.

Kleinere deutsche Privatbanken zählen laut Brand Control hingegen zu den Verlierern. “Der Fall Sal. Oppenheim, wirtschaftliche Schwierigkeiten bei einigen anderen Instituten sowie das hilflose Schweigen zahlreicher Privatbanken in der Hochzeit der Krise haben dazu geführt, dass selbst renommierte Häuser wie Metzler und Lampe in einer Art Sippenhaft an Vertrauen verlieren”, meint BrandControl Geschäftsführer Harald Joss©. So sprechen beispielsweise dem Bankhaus Lampe nur noch 15 Prozent der gut situierten Anleger ihr volles Vertrauen aus.

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OGAW

Geschrieben von am 31. August 2009 | Abgelegt unter Glossar

Organismen für die gemeinsame Anlage in Wertpapieren, deutsche Bezeichnung für UCITS (Undertakings for Collective Investment in Transferable Securities).

Quelle: BVI