Monatsarchiv für Mai 2009

Problem-Unternehmen: Henderson spielt Supernanny

Geschrieben von am 28. Mai 2009 | Abgelegt unter Allgemein

Die Fondsgesellschaft Henderson Global Investors plant einen neuen Fonds. Dieser soll in Problemfälle investieren und von deren Erholung profitieren. Wann der Fonds nach Deutschland kommt, ist noch unklar.

Der Henderson European Special Situations Fund soll laut der Finanzagentur Citywire Ende des Sommers aufgelegt werden. Das Fondsmanagement soll Richard Pease übernehmen, der derzeit den New Star European Growth Fonds (ISIN GB0030617707) der Gesellschaft leitet. Pease will in europäische Unternehmen investieren, die solide Fundamentalwerte aufweisen, aufgrund einer problematischen Situation -  beispielsweise eines kurzfristigen Liquiditätsengpasses oder einer drohenden Übernahme -  jedoch am Markt stark unterbewertet sind.

Das neue Produkt befinde sich noch in einem sehr frühen Entwicklungsstadium, teilte das Unternehmen auf Nachfrage mit. Daher stehe weder die Fondswährung fest, noch wisse man, ob der Fonds lediglich in Großbritannien vertrieben oder auch in Deutschland zugelassen werden soll. 

Progressionsvorbehalt

Geschrieben von am 28. Mai 2009 | Abgelegt unter Glossar

Steuerliche Einkünfte, die unter Progressionsvorbehalt stehen, werden nicht direkt besteuert. Diese Einkünfte werden aber bei der Festsetzung des im Inland anfallenden persönlichen Steuersatzes für die steuerpflichtigen Einkünfte berücksichtigt.

Quelle: BVI

Wechselkurskanal

Geschrieben von am 28. Mai 2009 | Abgelegt unter Glossar

Quelle: Deutsche Bundesbank

Fonds ohne Ausgabeaufschlag – der DWS Top 50 Asien – ISIN DE0009769760 – WKN 976976

Geschrieben von am 28. Mai 2009 | Abgelegt unter Aktienfonds Asien

Fonds ohne Ausgabeaufschlag – das geht eigentlich ganz einfach. Sie können beispielsweise prüfen, ob der DWS Top 50 Asien der richtige Fonds für Sie ist. Auf der Webseite www.fit4fonds.de werden Ihnen sämtliche Fonds angeboten, unter anderem auch der DWS Top 50 Asien. Alternativen zu diesem Fonds können Sie auf diese Webseite auch ganz einfach finden.

Kurze Infos zum Fonds:
Der DWS Top 50 Asien wurde am 29.04.1996 aufgelegt und ist thesaurierend. Die Anteile des Fonds werden mit 4,00 % Ausgabeaufschlag ausgegeben. Der in der Kategorie Aktienfonds Asien anlegende Fonds hat 1,45 % Verwaltungsgebühr pro Jahr. Die Anteile werden in Euro angeboten, aufgelegt wurde der Fonds in Deutschland
Performance in der Vergangenheit: 1Monat: +12,42%, 6 Monate: +5,43%, 1 Jahr: -29,94%, 2 Jahre: -13,55%, 3 Jahre: -7,29%, 5 Jahre: +5,16% (Stand: 30.04.2009, alle Angaben pro Jahr]
Die besten Fonds in den letzten 12 Monaten (gleiche Kategorie):
SISF Asian Total Return A thesaurierend
-10,00%
Invesco Pacific Equity C
-18,08%
Invesco Pacific Equity A
-18,54%
GAMAX Maxi Fonds Asien Intl. A
-20,02%
GAMAX Maxi Fonds Asien Intl. C
-20,77%
Stand: 30.04.2009

Wichtige Links zum Fonds: Stammdaten, Kursentwicklung, Risiko, Zusammensetzung, Rabatt & Abwicklung, Infos

Der Fonds DWS Top 50 Asien ist übrigens als VL-Fonds auf der VL-Seite vl-mit-fonds.de zu finden, weitere Informationen für einen VL-Vertrag finden Sie direkt unter Rabatt & Abwicklung.
 
Weitere Information unter unserer kostenlosen Serviceline: 0800 – 0953550

Der Spängler Pacific Growth Trust mit der WKN 986612 und ISIN AT0000991922 – mit Fondsdiscount kaufen

Geschrieben von am 28. Mai 2009 | Abgelegt unter Aktienfonds Asien

Immer mehr Anleger kaufen Ihre Fonds über einen Fondsdiscounter. Das ist auch richtig so! Denn nur wer selbst sein Geld in die Hand nimmt hat den Überblick über seine Vermögensanlagen. Fondsdiscount hat seine berechtigten Vorteile, die wir Ihnen anhand dieses Fonds zeigen möchten.

Fondsname: Spängler Pacific Growth Trust
ISIN: AT0000991922
WKN: 986612

Fondskosten:
Ausgabeaufschlag:
5,00 %
Verwaltungsgebühr:
1,75 %
Depotbankgebühr:
0,50 %
Total Expense Ratio:
1,87 %
Performance-Fee:
k.A.

Dieser Fonds wird mit 100% rabattiert, Sie zahlen also keinen Ausgabeaufschlag. Sie sparen sich bei einer Anlagesumme von z. B. 30.000 Euro ganze 1.500,00 Euro Ausgabeaufschlag. Weitere Informationen zum Fondskauf mit Fondsdiscount finden Sie unter Rabatt & Abwicklung. Der Spängler Pacific Growth Trust ist bei der der Frankfurter Fondsbank, der comdirect und der DAB kaufbar.

Die Fondsgesellschaft Carl Spängler Kapitalanlagegesellschaft m.b.H. hat am 01.10.1996 den Spängler Pacific Growth Trust mit der ISIN AT0000991922 und der WKN 986612 aufgelegt. Der Spängler Pacific Growth Trust ist ein Fonds der thesaurierend ist. Der Fonds hat folgendes Anlageziel: Der Pacific Growth Trust investiert in Wachstumswerte des pazifischen Raums. Der Fonds investiert ausschließlich in solche Werte, die sich durch attraktive Wachstumsperspektiven auszeichnet.

Kostenloses Depot für den GAM Star Asia-Pacific Equity – Euro-Klasse inc. – WKN 971902 – ISIN IE0002994667

Geschrieben von am 28. Mai 2009 | Abgelegt unter Aktienfonds Asien

Bei der DAB bank und der comdirect bank können Sie über fit4fonds ein kostenloses Depot einrichten und verschiedene Fonds kaufen. In diesen Deptos können Sie übrigens auch Aktien, Anleihen, Zeritifikate und weitere Wertpapiere verwahren. Vergleichen Sie alle über fit4fonds vermittelbaren Depotstellen mit einem Depotstellenvergleich. Eröffnen Sie noch heute Ihr Depot und rufen Sie uns bei Fragen unter der kostenlosen Serviceline 0800 – 0953550 an, wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung.

Der in der Überschrift genannte Fonds (GAM Star Asia-Pacific Equity – Euro-Klasse inc.) kann beispielsweise über fit4fonds gekauft werden. Der Fonds wurde am 16.09.1991 aufgelegt und ist ausschüttend. Der GAM Star Asia-Pacific Equity – Euro-Klasse inc. ist bei der der Frankfurter Fondsbank, der ebase, der Fondsdepot Bank, der comdirect und der DAB kaufbar. Nicht nur die richtige Bank ist wichtig, sondern auch der richtige Fonds sollte in Ihrem Depots liegen.

Hier ein paar weitere Informationen zum GAM Star Asia-Pacific Equity – Euro-Klasse inc., die für Sie als Anleger bei der Wahl des richtigen Fonds entscheidend sein könnten:
Weitere Informationen zum Fonds:
Stammdaten
Kursentwicklung
Risikodaten
Zusammensetzung
Rabatt & Abwicklung
Infos
Fondskosten:
Ausgabeaufschlag:
5,00 %
Verwaltungsgebühr:
1,50 %
Depotbankgebühr:
k.A.
Total Expense Ratio:
1,59 %
Performance-Fee:
k.A.
Ähnliche Investmentfonds im Bereich:
ISIN LU0210528096 – JPMorgan JF Pacific Equity A …
ISIN LU0300357042 – DWS Invest Top 50 Asia 130/30 LS
ISIN LU0392495023 – ComStage ETF MSCI Pacific TRN
ISIN AT0000819818 – siemens/equity.pacific-rim
ISIN DE0008490830 – DWS Asiat. Aktien Typ 0

Der GAM Star Asia-Pacific Equity – Euro-Klasse inc. ist bei der Fondsdepot Bank, der Frankfurter Fondsbank und der ebase als VL-Fonds nicht möglich.

“Na dann, gute Nacht”

Geschrieben von am 27. Mai 2009 | Abgelegt unter Allgemein

Zertifikate sind für den Münchener Vermögensverwalter Profidis schon seit Jahren unverzichtbarer Bestandteil der Kundenportfolios. Im Gespräch mit DAS INVESTMENT.com spricht Geschäftsführer Tilo Lendle über die Kundenreaktionen auf die Lehman-Pleite, relativiert das Emittentenrisiko und erklärt, wie der Vertrieb über Berater wieder in Schwung gebracht werden kann.

DAS INVESTMENT.com: Herr Lendle, was gefällt Ihnen an Zertifikaten?

Tilo Lendle: Mit Zertifikaten können wir Strategien fahren, die mit Fonds oder normalen Finanzprodukten nicht oder nur äußerst schwer nachzubilden sind. Dies gilt zum Beispiel für die zahlreichen Twin-Win-Zertifikate oder die jetzt verstärkt ausgegebenen Aktienanleihen.

DAS INVESTMENT.com: Wie setzen Sie Zertifikate in Ihrer Vermögensverwaltung ein?

Lendle: Innerhalb unserer Garantie-Vermögensverwaltung kaufen wir in erster Linie Garantiezertifikate, weil wir unseren Kunden damit ein Stück Sicherheit mit an die Hand geben. Viele unserer Kunden sind nicht mehr ganz jung, und deshalb ist das Thema Sicherheit ein wichtiger Faktor.

DAS INVESTMENT.com: Wie hat sich denn Ihr Garantie-Modul seit Ausbruch der Finanzkrise geschlagen?

Lendle: Fantastisch, die schlechteste Garantie-Vermögensverwaltung hatte 2008 eine Performance von 0,8 Prozent, das beste Portfolio brachte es auf 3,3 Prozent.

DAS INVESTMENT.com: Wie haben ihre Kunden auf die Lehman-Pleite und die massive negative Berichterstattung über Zertifikate reagiert?

Lendle: Gar nicht, weil wir ihnen zuvorgekommen sind. Die Eilmeldung der Lehman-Pleite haben wir unmittelbar an unsere Vermögensverwaltungs-Kunden weitergegeben. In diesem Schreiben informierten wir sie außerdem darüber, dass wir niemals Lehman-Produkte gekauft hatten, und wiesen noch einmal auf das Emittentenrisiko hin. Die schnelle Reaktion kam gut an: Nicht einer unserer Kunden hat in dieser Situation seine Zertifikate verkauft, was sich im Nachhinein als gute Entscheidung erwiesen hat.

DAS INVESTMENT.com: Warum hatten Sie denn keine Lehman-Papiere gekauft?

Lendle: Unter uns Pfarrerstöchtern: Schon seit Jahren war bekannt, dass es Lehman immer schlechter geht, schließlich wurde deren Firmenrating von AAA im Halbjahresrhythmus heruntergestuft. Heute so zu tun, als wäre alles gut gewesen, ist schon ein wenig verlogen.

DAS INVESTMENT.com: War Ihren Kunden bewusst, dass Zertifikate bei einer Pleite der ausgebenden Bank quasi wertlos sind?

Lendle: Ja, das ist ja schließlich bei anderen Finanzprodukten nicht anders. Dass selbst Pfandbriefe gefährdet sein können, sieht man am Beispiel der Hypo Real Estate. Nur der Größe und der damit verbundenen Systemrelevanz ist es zu verdanken, dass die Hypo Real Estate am Leben gehalten wird. Und ganz ehrlich, wenn ein Kunde heute eine Siemens-Aktie kauft, weiß er, dass sein Geld weg ist, wenn Siemens morgen Pleite geht. Beispiele für große Firmenpleiten gibt es genug: AEG, Co-op, Girmes, Holzmann und so weiter. Aber bei den Lehman-Zertifikaten hat natürlich niemand etwas gewusst – war ja immer bombensicher. Da ist schon eine Menge Scheinheiligkeit dabei, und natürlich versucht nun jeder geschädigte Kunde, seine Verluste jemand anderem in die Schuhe zu schieben. Das war nach Platzen der New-Economy-Blase exakt dasselbe, und heute gibt es immer noch Aktien. Und so wird es auch zukünftig Zertifikate geben.

DAS INVESTMENT.com: Verstehen Ihre Kunden die genaue Funktionsweise und Risiken von Zertifikaten?

Lendle: Selbstverständlich, darauf legen wir großen Wert. Viele unserer Kunden wissen am Anfang noch gar nicht über alles Bescheid, freuen sich aber, dass sie von uns lernen dürfen und sind auch aktiv dabei.

DAS INVESTMENT.com: Wie schätzen Sie das gegenwärtige Absatzpotenzial für Zertifikate im Beratermarkt ein?

Lendle: Größer denn je, vorausgesetzt das Produkt stimmt. Die Menschen sind nach dem Schock nun risikobewusster geworden und plötzlich wieder sehr dankbar, wenn sie etwas Sicherheit kaufen können. Außerdem bleibt oftmals als Alternative zu Zertifikaten nur der Terminmarkt – und der ist nun mal wesentlich risikoreicher.

DAS INVESTMENT.com: In letzten Monaten wurde immer wieder die hohe Gebührenbelastung von Zertifikaten angeprangert. Komplexe Garantie-Strukturen mit Vertriebsprovisionen von 3 Prozent pro Jahr waren im Umlauf. Wie stehen Sie dazu, und erwarten Sie, dass diese Produktkosten vom Kunden in Zukunft kritischer hinterfragt werden?

Lendle: Also ich kenne kein einziges Garantiezertifikat, das eine jährliche Vertriebsprovision von 3 Prozent bezahlt. Wenn wir so etwas sehen würden, würden wir es nicht verkaufen, weil es schlicht unseriös ist. Dass die Kosten von Zertifikaten vom Kunden hinterfragt werden, ist völlig in Ordnung. Dann erklären wir dem Kunden die Kosten, sagen ihm aber auch die ganze Wahrheit, also dass zum Beispiel jeder normale Fonds jedes Jahr ebenfalls 1 bis 1,5 Prozent dem Fondsvermögen entnimmt. Oder dass eine Absicherung eben schlichtweg nicht umsonst zu haben ist. Bisher hatten wir keinen Kunden, der dann gesagt hat: “Das kaufe ich nun nicht”.
 
DAS INVESTMENT.com: Wenn die Vertriebsprovisionen sinken, könnten viele Berater von Zertifikaten Abstand nehmen. Immerhin erzeugen die Produkte einen nicht unerheblichen Beratungsaufwand. Wie ist Ihre Einschätzung?

Lendle: Die Berater, die wegen zu geringer Vertriebsprovisionen von Zertifikaten Abstand nehmen, haben es nicht kapiert. Vernünftige Zertifikate sind nicht zu ersetzen. Wie soll man denn zum Beispiel an einem Rohstoffkorb partizipieren? Sollen Berater Futures kaufen und diese in Euro absichern? Na dann gute Nacht.

DAS INVESTMENT.com: Was müssten die Emittenten ihrer Meinung nach unternehmen, um speziell den Vertrieb über Berater wieder anzukurbeln? 

Lendle: Weiterhin kluge und sinnvolle Produkte emittieren und Modetrends weglassen. Ob es in die richtige Richtung geht, entscheidet letztendlich der Markt.

DAS INVESTMENT.com: Wo wird Ihrer Meinung nach das zukünftige Wachstum des Zertifikatemarkts herkommen – aus dem Bereich Vertrieb über Berater oder von Seiten der Selbstentscheider?   

Lendle: Eindeutig aus dem Vertrieb der professionellen Berater. Der Markt ist so groß, dass ein normaler Kunde da schlicht nicht mehr durchblickt.

DAS INVESTMENT.com: Wie lange dauert es Ihrer Meinung, bis der Zertifikatemarkt wieder auf die Größe vor der Krise angewachsen ist – sprich ein Volumen von 140 Milliarden Euro verwaltet?

Lendle: Maximal ein Jahr. Die Menge des Geldes, das zurzeit noch auf Fest- oder Tagesgeldkonten gebunkert wird, ist gigantisch. Aber gerade in diesem Bereich werden die tiefen Zinsen bald etliche Kunden mürbe machen, und sie werden wieder am Kapitalmarkt investieren. Und da gehören Zertifikate eben einfach dazu.

In Verbindung stehende Nachrichten:

Sekundärmarkt

Geschrieben von am 27. Mai 2009 | Abgelegt unter Glossar

Börslicher oder außerbörslicher Handel von Wertpapieren nach deren Emission.



Quelle: HSBC

Strategie

Geschrieben von am 27. Mai 2009 | Abgelegt unter Glossar

Am Kapitalmarkt versteht man unter Strategie eine zumeist langfristig angelegte Vorgehensweise zur Erzielung attraktiver Renditen bei vertretbarem Risiko. Die Strategie umfasst verschiedene Kriterien zur Auswahl von Wertpapieren und deren Haltedauer im Depot. Die Auswahl kann z. B. nach fundamentalen Kriterien erfolgen, zu denen das Kurs-Gewinn- Verhältnis, das Kurs-Buchwert-Verhältnis, die Dividendenrendite oder die langfristige Gewinnentwicklung des betreffenden Unternehmens zählen. Sie kann auch nach rein charttechnischen oder anderen persönlichen Gesichtspunkten von Anlegern erfolgen. Für welche Strategie sich ein Anleger entscheidet, hängt in erster Linie von seinen persönlichen Anlagezielen und von seiner Bereitschaft ab, Risiken einzugehen.



Quelle: HSBC

Solarfonds: O sole mio

Geschrieben von am 27. Mai 2009 | Abgelegt unter Allgemein

Unter der Sonne Italiens ist die Kapitalmarktkrise weit weg.
Stattdessen locken hohe staatliche Förderungen.
Solarfonds – in Italien und anderswo – treffen den Nerv der Zeit.

In 900 Millionen Jahren wird die stetig wachsende Sonne die Erde zu einer
glühenden Ödnis gebacken haben. Bis dahin kann die Menschheit das Energiepotenzial des heißen Himmelskörpers jedoch sinnvoll nutzen. Einen kleinen Beitrag leisten in diesem Jahr nahezu alle wichtigen und viele kleine Emissionshäuser.

Das Potenzial von Solarenergie


Für Solarfonds sprechen neben dem wachsenden Interesse der Anleger an nachhaltigen Investitionen auch die Fondsfakten: “Der kostenlose Input der Sonne und die vergleichsweise gut kalkulierbaren Rückflüsse durch staatlich garantierte Einspeisevergütungen machen Solarfonds zu einem solide zu berechnenden und damit sehr konservativen Investment”, urteilt Oliver Moosmayer, Produktvorstand bei HCI Capital, die ihren ersten Solarfonds vertreibt. Dazu trägt auch bei, dass Solarmodule als wenig verschleiß- und wartungsanfällig gelten. Die Hersteller garantieren nach 20 Jahren noch eine Energieausbeute von 85 Prozent. Alles eitel Sonnenschein – so weit sind sich die Initiatoren einig.

Spanien hat Zenit überschritten

Auseinander gehen die Meinungen über die Märkte. Spanien etwa hat seinen Zenit überschritten, seitdem eine geringere Einspeisevergütung im Herbst 2008 in Kraft trat (siehe auch DAS INVESTMENT 8/2008). Bis dahin sah das Land einen wilden Run auf Solarprojekte: “Es waren viele Glücksritter unterwegs. Die Mehrzahl der Angebote hielt rudimentärsten Prüfungen nicht stand”, so die Beobachtungen von Johannes Bitter-Suermann, Geschäftsführer von König & Cie. So maß in einem Fall das zum Verkauf stehende Grundstück nur einen Bruchteil der im Expos© genannten Fläche. Vielfach kolportiert wird auch die Geschichte, dass Projektentwickler einen Dieselge-nerator anwarfen, um den rechtzeitigen Anschluss eines vermeintlichen Solarparks ans Stromnetz vorzutäuschen. Für die Emissionshäuser HCI und König & Cie. ist Spanien daher verbrannte Erde. Die Konkurrenz sieht das mitunter anders.

Wer plant Solarfonds?


Verschiedene Initiatoren bringen in diesem Jahr noch Spanien-Fonds – und zwar möglichst mit Parks, die noch nach dem alten Modell vergütet werden. Es gilt aber auch: “Der Markt muss sich in Bezug auf Objektpreise und erzielbare Erträge neu aufstellen”, so Andreas Heibrock, Geschäftsführer von Real I.S., mit Blick auf Spanien. Italien, für das sich viele Anbieter in diesem Jahr erwärmen, ist bislang ein Solarentwicklungsland. Doch die Regierung Berlusconi will aufholen und hat die Einspeisevergütung auf das attraktivste Niveau angehoben, das derzeit in Europa zu finden ist: Pro Kilowattstunde gibt es gut 43 Cent, von denen 35 Cent jedes Jahr der Inflation angepasst werden.

Italien zahlt am meisten

In puncto Sonneneinstrahlung steht Italien der iberischen Halbinsel in nichts nach. Chorus-Geschäftsführer Peter Heidecker beobachtet, dass nun viele neue Solarprojekte an den Markt kommen: “Das ermöglicht uns eine gründliche Auswahl zu vernünftigen Preisen. Italien ist derzeit ein Käufermarkt.” Dadurch, dass sich die institutionellen Anleger bislang zurückhalten, verstärke sich der Angebotsüberhang.

Andererseits wird berichtet, dass alles, was an Solaranlagen in Spanien nicht verkauft werden könne, nun nach Italien verschifft werde. Ob deshalb spanische Verhältnisse möglich sind, bleibt abzuwarten – aber auch eine italienische Regierung könnte die Einspeisevergütungen zurückfahren. Die im Süden Italiens allgegenwärtige Mafia macht den Anbietern vergleichsweise wenig Sorgen. “Als Kaufmann muss man landestypische Eigenheiten akzeptieren”, sagt Bitter-Suermann, der in Italien investieren will. “Bei Ein-Megawatt-Anlagen ist das kein Thema”, ergänzt Heidecker, “Kriminalität gibt es höchstens mal bei Projektentwicklungen von Großanlagen. Es schadet aber nie, die richtigen Leute vor Ort in ein Projekt mit einzubinden.” Sein Chorus-Fonds ist ein Blindpool-Konzept, das Anlagen schlüsselfertig und zu Festpreisen kauft, um Projektierungs- und Baurisiken zu umgehen. Projekte mit einem Volumen von rund 30 Megawatt werden vor allem in Süditalien anhand fester Investitionskriterien ausgewählt.

Relativiert der Preis den Standort?

Der SolEs-21-Fonds von Voigt und Coll. investierte in einen Solarpark auf Sizilien. Ein Teil des Parks ist mit Solarzellen bestückt, die sich wie Sonnenblumen nach der Sonne drehen, was zu einer rund 30 Prozent höheren Ausbeute führen soll. Das bedeutet aber: Höhere Anschaffungskosten und Rücklagen für die Wartung. Der Rest des Fondsvolumens kann in Italien und Spanien investiert werden. Bei Deutschland als Solarstandort scheiden sich die Geister: Zu gering die Sonnenkraft und die Vergütung, heißt es vielfach. HCI-Vorstand Moosmayer führt für seinen Deutschlandfonds HCI Energy 1 Solar ins Feld, dass der Park bereits fertiggestellt sei und somit belastbare Ertragsdaten biete. Dies komme dem aktuell besonders hohen Sicherheitbedürfnis der Anleger entgegen. Parks in Deutschland seien außerdem vergleichsweise günstig zu haben. Diese Einschätzungen hindern
Moosmayer allerdings nicht, sich auch in Italien umzusehen.

Übersicht: Solarfonds im Vertrieb


Alternativ zu Freilandanlagen können in Deutschland auch Aufdachanlagen in ein Fondskonzept gegossen werden. Sontowski & Partner, eine Immobilienfirma aus Erlangen, und RGE Energy aus Frankfurt bieten solche Aufdach-Fonds. Je nachdem, wann die Anlagen in Betrieb genommen wurden, bekommen die Fonds zwischen 43,99 und 46,75 Cent pro Kilowattstunde – deutlich mehr als die Freilandanlagen der HCI mit rund 32 Cent. Dennoch lassen sich die Fonds seit 2008 und sogar 2007 nicht platzieren. Und das, obwohl ihre Eigenkapitalvolumina deutlich kleiner sind als die der übrigen Angebote.

Hohe Vergütung ist nicht alles

Der Sontowski & Partner Solarfonds Zwei investiert in Dachanlagen auf elf Discountern und Wohngebäuden in Süddeutschland. Der RGE KOGEP Wandersleben setzt auf einen einzigen Standort in Thüringen. Kurios: Beim S&P-Fonds sinkt das Agio erst ab 15.000 Euro auf die üblichen 5 Prozent.
Fazit: Die Fondsidee ist simpel, doch fast alle Emissionshäuser müssen das Knowhow einkaufen. Ob die Gutachten über die Sonnenpower tatsächlich  verlässlicher sind als seinerzeit die Windgutachten, muss sich noch zeigen. Entscheidend für eine Beurteilung sind deshalb eine belastbare Fondskonstruktion und deutliche Abschläge und Sicherheitsmargen in der Kalkulation. Sonst wird es bei Unwägbarkeiten wie geringerem Sonnenschein oder höherem Wartungsaufwand schnell eng. Und die gesetzlich garantierte Stromvergütung darf nicht über das Risiko hinwegtäuschen, dass bei politischem Bedarf dies auch wieder geändert werden kann.

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